Montag, 4. März 2019
Wald und Wiese
Wald und Wiese sind als Thema angesagt.
Als ich dies gelesen, war ich recht verzagt,
Weil mir dazu gar nichts eingefallen ist,
Fechs ich jetzt ideenlos, ich bin Masochist.
Wo sind viele Bama, redet man vom Wald,
Einem Panorama, wo Halali erschallt.
Das Herz eines Jägers, es klopfet und lacht,
Wenn die Füchse dort sich wünschen gute Nacht.
Von der Wiese weiß man ziemlich wenig,
Nur dass sie grün sein soll oder so ähnlich,
Und dass man sich auf ihr kann vergnügen.
Ich werde Euch vielleicht ein bisschen belügen,
Wenn ich jetzt mit dem Erzählen beginne.
Na ja, das schlag ich mir besser aus dem Sinne,
Denn man muss ja nicht immer das Maul aufreißen!
Also abgemacht: ich will es mir verbeißen,
Von Abenteuern mit reizenden Schönen,
Deren Lustgeschrei und wollüstig Stöhnen
Und allen den anderen reizvollen Effekten,
Mit denen Verliebte sich gerne neckten,
Und wie sie fanden, dass am Hintersitze
Eines Autos sowohl in der Sommerhitze
Wie im fröstelnden Winter ein Ausweg geblieben,
Sich hinzugeben, zu schmachten, zu lieben,
Wenn die Wiese war beschneit oder nass..
Hoppla, ich entgleise, ja gibts denn sowas!
Ich wollte mich in Wald und Wiese verlieren
doch alles das wird Euch kaum amüsieren!
Ich sitz auf einem Sessel in der Augenambulanz
Und denk mir, was san das füa depperte Tanz,
Dass die Makula degeneriert,
Nur weil man älter is, was mich sehr geniert.
Vielleicht wird man mir heute Lucentis spritzen,
Ins Aug mich stechen mit ana Nadel, ana spitzen,
Und dann bin ich, so sagt man, wieder ok
Für einige Monat, juchu und juchhe!
Was hat denn die Makula in der Fechsung verloren?
Sie kommt da herein wie ins Credo der Pilatus.
I sollte mich schämen bis über die Ohren
für so einem billigen verbalen Flatus,
Der mich fast begehen macht a Blasphemie.
Und das in der Schlaraffia! Nimmer und nie!
Is mir denn a Laus über die Leber gekrochen?
Verzeih mir, Uhu, falls ich etwas verbrochen.
Bitte nicht ins Verlies! Bitte nur lachen!
Dienstag, 19. Februar 2019
Raunzerei
Dem Thema entsprechend folgt der Text der Struktur des Hobelliedes (da streiten sich die Leut`herum..)und die Rechtschreibung ist leicht dialektgefärbt
Die Parzen grillten sich ein Steak
am Spieß der Phantasie.
Es kümmerte sie einen Dreck
das Schicksal von dem Vieh,
von dem der Lungenbraten kam,
noch wer es massakriert.
Das passte nicht in ihren Kram,
drum war ich sehr schockiert.
Ich fleht um Hilf den Jaromir,
dass er sich integrier
und zeig, dass er kein Ochs, nein, Stier,
und davon profitier:
ein Parzer hinten, Grill davor
und schon gewinnt Gestalt,
den man zum Ehrenschlaraff erkor…
Setzt dem Blasphem ein Halt!
Es wird gewünscht , dass ich jetzt brav
mich füg der Politesse,
a Lamperl sei, a liebes Schaf
voll Lust den Staub nur fresse:
Wenn Ihr Mephisto, spiel ich Faust,
nenn Gretchen mein Chouchou,
bis mich erneut der Affe laust.
Drum nenn ich mich Schmafu.
Man will, dass heute alle gleich
und ist darauf sehr stolz,
ob dumm, ob gscheit, ob arm, ob reich,
ob Fichte, Ebenholz.
Doch hat man nicht verstanden, dass
ein jeder nur verliert,
wenn Liebe man vermischt mit Hass,
a Mann a Weiberl wird.
Wir alle kommen nackt auf ‘d Welt.
Das is ka Grund für Gscham.
Wie immer man sich dazu stellt:
Die Wurzeln braucht a Bam.
Sagt einer doch, traumatisiert
sei man durch die Geburt,
weil’s z’eng war, wo man durchpassiert,
so schickt den Deppen furt!
Selbst wenn man reif und wohlerzogen,
und voller Etikette,
dann wär es trotzdem nicht gelogen,
wenn man Gelüste hätte,
die oft mit Nacktheit sind verbunden.
Man gern sich verlustiert.
Genießen süße Liebesstunden,
wen hätt das je geniert!
Im Tiergarten des Herrgotts leben
der Viecher vielerlei,
doch würd’s nicht diese Vielfalt geben,
wär alles Hirsebrei!
Was soll den Hirsebrei nur sein?
Das weiß nur der Aha,
der Lethe taufte unsern Wein,
s’is halt Schlaraffia.
Wer ungehobelt wird benannt,
der hat vielleicht verpasst,
dass guter Ton wird angewandt,
ob man sich liebt, sich hasst.
So einen sollt man unterziehen
einer Hobelkur,
dass man vor ihm nicht mehr muss fliehen
und seiner Unkultur.
Jaromir und auch Flottwell waren
Gesellschaftshobler nur,
die in Kritik nicht unerfahren,
doch übten sie Hamur.
Der Eine starb als Grantenschimmel,
der Andre sich aus Angst erschoss.
Heut sitzen sie im Dichterhimmel,
verfasst als Beitrag zum Turney um die Jaromirkette
mit dem Thema Das Schicksal setzt den Hobel an.
Vorgetragen am 15. Hornung a.U. 160 im h.R. An der Klausen
Abonnieren
Posts (Atom)

