Wann werde ich wieder die Rostra betreten?
Wird es wieder so werden,
Wie es einmal,
Wie es früher war,
Als wir sangen
Hier sind wir versammelt zu löblichen Tun,
Drum Brüderchen,
Ergo bibamus!
Wenn auch die Welt sich ändert
Und die Rückkehr des Alten
Nur in unseren Träumen erfolgt,
So geht doch das Leben weiter.
Wie es auch immer sein mag,
Auch in der anderen Welt
Kann Humor uns Lachen machen,
Sie kann Freunde uns bringen,
Um mit ihnen
Die Liebe zur Kunst pflegen.
Drum lasst uns loben den heutigen Tag
Und mit Goethe ihn preisen
Er führet die Freude durchs offene Tor,
es glänzen die Wolken, es teilt sich der Flor,
da leuchtet ein Bildchen, ein göttliches, vor:
Wir jubeln und singen: Bibamus
Montag, 5. Oktober 2020
Tröstung - und wieder Ergo bibamus
Ergo Bibamus in schwierigen Zeiten
Hier sind wir versammelt zu löblichen Tun,
Die Gugel, sie juckt uns, was sollen wir tun?
Wir denken mal hin, wir denken mal her,
Doch selbst dieses Denken,
Es fällt uns recht schwer.
Belastet vom Coronarvirus,
Erlaubt unser Denken einen einzigen Schluss:
Freunde Ehé! Ergo bibamus.
Doch selbst wenn die Lethe ist köstlich und frisch,
Hebt das nur ein wenig die Stimmung am Tisch,
Denn Covid ist unbekannt dem Ceremonial,
Und was Uhu nicht kennt, das ist ihm egal.
Es bleibt der Humor, das wär doch gelacht,
Ist der Uhu vielleicht nur zum Blinzeln gemacht?
Es komme, was immer auch kommen muss:
Liebe Freunde Ehé! Ergo bibamus.
Doch sollte Oho in der Pandemie stecken?
Das müsste schlaraffischen Kampfgeist erwecken,
Und mit dem Aha uns moralisch bestärken,
Mund– Nasenschutz tragen und die Regeln sich merken,
Distanz stets zu halten. Kontakte vermeiden,
Das hilft eine Ansteckung nicht zu erleiden.
Und so kommt diese Fechsung zum logischen Schluss.
Die Zeiten sind garstig. Ergo bibamus!
Sonntag, 20. September 2020
Aha! Vielleicht Aha?
Montag, 9. Dezember 2019
Di Zeyt is a Radl
Segns dös woarn
di olten Zeyten
an di gern man zruck sich denkt,
und es könnte
an faleiten
nua zu lobn
wos ma kennt
Man sogt, doss die Zeyten
wia a Radl san.
ja dann könnt man,
nach Beliebn,
sie nach vorn und zuruck dran.
Dos wos no nit
is geschehen
könnte man fileicht verstecken
und wos amal is gwesen
heut zum Wiederholn awecken.
Oba da fallt mia ein,
I bin nit alan
und neben mia san fil andere,
di woln auch spontan
dos Radl bewegen,
schnell herholn dos Paradies
ohne fil zu überlegn.
Jo mei, liabe Leitl,
seids ia auch gewies,
dos des wos da ana
sieht ols Paradies
is fileicht füa an ondern
di Hölle auf Erdn,
und so weita und so weita.
Wos kann schon daraus werdn,
wenn a jeda tät mochn ,
nua grad, wos er will,
dos kann doch nit sein
a fanünftiges Ziel!
Es hot holt a jeda
a onderes Falongen
und ole diese Wünsche
sich inanonda
fafongen.
Mit dem Radl da Zeyt
mit dem spielt man nicht,
weil es unter zu filen Radelforan
zabricht.
Losst uns di Trümma vom Radl wegramen
und akzeptieren unsre Zeyt.
Von ana ondern
kann ma imma noch tramen!
Di Weisheit soll uns durch den Olltog begleitn
von dem man dann morgen sogt:
Dos worn holt noch Zeyten!
vor seinen Lansleuten im Claudium Forum zu fechsen
Hände hoch!
Chicago, Chicago! fällt als Erstes mir ein,
Wenn ich das Hände hoch! höre,
Und als Nächstes, dass auf „hoch“ sich kein
Reim im Deutschen findet.
Als ob es die Fechser der Castra störe,
Dass „oooch“ und „och“ voneinander abweichen!
Was kann man tun, dass die Beiden sich gleichen?
Es gibt einen Ausweg, der nicht ganz perfekt,
Den kann man finden im Kärntner Dialekt,
In dem man bekanntlich, wie schon Iwan erwähnt,
Gerne was eng und kurz in der Aussprache dehnt.
Vor Jahrzehnten predigte Monsignor Mauer
Als moderner Abraham a Santa Clara.
Seine Wortgewalt wirkte auf mich wie ein Schauer,
Wenn er ausrief mit bebender Stimme, doch klarer,
Die Sünde, sie ist ein schwarzes Loch!
Sie versucht und verlockt, bringt Verdammnis jedoch!
Der ekstatische Prediger ist lang schon verblichen,
In den Himmel oder sonstwo hin entwichen.
Darum kann ich auf ihn als Lenker nicht zählen.
Muss mich selber um eine Lösung quälen.
Ich gehe jetzt wieder ein kleines Stück
In meiner Betrachtung zum Anfang zurück.
In Chicago rief man „Hands up! Stick em up!“
Doch das eignet sich bestenfalls für einen Rapp.
Ich aber bin durchaus von dem Rapp kein Fan,
daher bitte um Hilfe ich auf Karantan!
(Singsang)
Sagt man zu an Maderl, heb di Handerl hoch,
Und pass guat auf, wi i an Dein Herztürl poch.
Machs auf, loss mi eine und sei nit falegen
Gibst mia a Busserl und glei wirst Du segn
Wia die Welt umadum zu tanzn beginnt,
Wan Dei Goscherl und mei Mund si zuanander find.
Brauchst Di nit zu fürchten, es is garnix dabei.
Tuast an Juchaza nua und schon wirst Du glei
Di fühlen, als seist Du mitten in an Paradies.
Es wird Dir schon gfallen, des bin i gewies.
Und so weiter und weita , Ihr kennts ja di Gschicht
I los die zwa alani und stör weiter nicht.
Hat des Liadl Euch gfallen, schenkts mia a LuLu
Und i hof es blinzelt freundlich dazu der Uhu1
Rt Schmafu schrieb dies für die 2444. und fechste es
in der 2445. Sippung der Castra Victoria
